Matth 6,6: Wenn du aber betest, so geh in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu …
Matth 5,5–8: Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht sein wie die Heuchler, die gern in den Synagogen und an den Straßenecken stehen und beten, damit sie von den Leuten gesehen werden.
Wahrlich ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon gehabt.
Wenn du aber betest, so geh in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater,
der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir’s vergelten. Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht viel plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört, wenn sie viele Worte machen. Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen. Denn euer Vater weiß, was ihr bedürft, bevor ihr ihn bittet.
Psalmen, Lieder und vorformulierte Gebete sind oftmals ein großer Trost, wenn einem die eigenen Worte fehlen, oder man die eigene Situation in der man steckt, nicht versteht.
WIE SOLL
ICH BETEN
Mose, Abraham, die Propheten und Apostel
Bewegend und berührend sind die Berichte im AT, sowie im NT, wenn man davon liest wie Mose, Abraham, die Propheten, und die Jünger mit Gott redeten. 2 Mose 33,11: Der HERR aber redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freunde redet. Und auch Abraham, als er um Lot ringt. Die Propheten die für das Volk sprachen und beteten. Auch die Jünger, als sie drei Jahre mit Jesus gingen.
In einem Lied heißt es: wie soll ich dich empfangen, und wie begegnen dir … Oh Jesu, Jesu setze mir selbst die Fackel bei. Auch die Jünger bitten: Lehre uns beten! Stärke unseren Glauben. Auch in den Gemeindebriefen heißt es: Römer 8,26 – Denn wir wissen nicht was wir beten sollen, wie sich’s gebührt … . Wofür sollen wir also beten, worum sollen wir bitten? So dürfen wir uns an Jesus Christus wenden. Herr, bitte hilf uns beten, Danke.
So auch wir …
Wenn uns das Herz schwer ist, wir in Not und Leid nicht mehr weiter wissen. Niemanden haben, dem wir uns anvertrauen wollen. Auch keinen Rat mehr wissen, und unsere Lage uns über den Kopf wächst. Wenn wir keine Antworten auf unsere Fragen erhalten, und keinen Trost spüren für unsere Verzweiflung. Wenn wir unserem Elend gegenüberstehen und nur noch aussichtslos ins Leere starren. Dann, und nicht erst dann, aber gerade dann, sollten wir uns mehr denn je festhalten an das Versprechen dass Jesus uns gegeben hat. Wir sollten seine Nähe suchen. Nicht nur im Leid. Allezeit. Heute, morgen und immer. Ob im Glück oder Leid oder im Dank, in Allem sollten wir zuerst die Begegnung mit Jesus suchen, und mit seinem Wort.
Ganz gleich was uns ablenken, oder abhalten mag, reißen wir uns los und ziehen wir uns zurück. Ungeteilte Nähe, Aufmerksamkeit und ungeteiltes Vertrauen. Ihm alles hinhalten, das Versagen, die Schwachheit, das Innerste, und alles Äußere vor Jesus hinlegen. Seine Liebe empfangen, seine Vergebung und seinen Frieden. Wie Mose und Abraham, wie die Jünger. Die Fragen und Zweifel alles dürfen wir zu ihm hinbringen. Schütten wir unser Herz bei ihm aus.
Lesen wir die Heilungsgeschichten. Voller Vertrauen wandten sich die Menschen an Jesus. Aussätzige, Lahme, Blinde, Stumme, Taube. Alle wurden sie geheilt. Und lesen wir, vor allem wie sich Jesus den Jüngern angenommen hat.